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Der Sachwert einer
Immobilie ergibt sich aus dem Bodenwert, dem Gebäudewert und dem Wert der Außenanlagen. Für die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser ist der Sachwert als Grundlage für die Ermittlung des Beleihungswerts maßgebend. Eigentumswohnungen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen den Sachwertobjekten zuzuordnen.
Abkürzung für: Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Kreditinstitute und anderer kreditgebender Wirtschaftsunternehmen, um Mitgliedsinstitute vor Verlusten im Kreditgeschäft zu bewahren. Die Schufa erhält zu diesem Zweck von den ihr angeschlossenen Instituten Informationen zur Beurteilung der Bonität der Kreditnehmer. Die Schufa stellt die bei ihr vorhandenen Informationen unter Beachtung der strengen Vorschriften des Datenschutzes den Banken auf Anfrage zur Verfügung.
Siehe Darlehensnehmer.
Siehe Schuldübernahme.
Schuldübernahme ist der im Einvernehmen aller Vertragsparteien vorgenommene Eintritt eines neuen Darlehensnehmers in einen bestehenden
Darlehensvertrag unter gleichzeitigem Ausscheiden des bisherigen Darlehensnehmers. Die Schuldübernahme bedarf der Zustimmung der Bank. Die Zustimmung wird in der Regel gegeben, sofern der neue
Schuldner hinsichtlich seiner Bonität mindestens genau so gut steht wie der bisherige Kreditnehmer.
Schuldzinsen haben bei vermieteten Objekten den Charakter von
Werbungskosten und sind bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung steuermindernd absetzbar.
Einige
Darlehensgeber berechnen dem
Darlehensnehmer für die Bewertung der
Immobilie (Schätzung) Gebühren. Diese Gebühren sind vom
Darlehensgeber bereits beim Vertragsabschluß mit dem
Darlehensnehmer zu vereinbaren und werden im Allgemeinen bei der
Auszahlung des Darlehens einbehalten. Schätzkosten sind nicht in der Berechnung des Effektivzinssatzes nach der Preisangabeverordnung enthalten, da diese Kosten für eine Dienstleistung erhoben werden, die nicht im direkten Zusammenhang mit der
Darlehenszusage stehen. Achten Sie also beim Vergleich von Darlehensangeboten neben dem
Effektivzinssatz auf die Höhe der Schätzkosten.
Auch: Taxe, Wertgutachten. Aufgrund gesetzlicher Vorschriften benötigt die finanzierende
Bank zur Ermittlung des Beleihungswerts eines Objekts die Schätzung eines Sachverständigen. Dabei werden z. B. die Lage des Grundstücks, der Zustand des darauf errichteten Gebäudes und der erzielte oder nachhaltig erzielbare Mietertrag sowie die örtlichen Marktverhältnisse berücksichtigt.
Siehe Schätzkosten.
Eigenleistung oder auch 'Muskelhypothek' genannt. Selbsthilfearbeiten durch Familie, Freunde und Nachbarn, mit denen entsprechende Handwerkerlohnkosten eingespart werden können.
Eigenleistungen können jedoch nur begrenzt als Ersatz anderer
Eigenmittel herangezogen werden.
Siehe Eigenleistung.
Bürgschaft, bei der der Bürge auf die
Einrede der Vorausklage verzichtet, d.h. der Bürge kann in Anspruch genommen werden, ohne dass die Zahlungsunfähigkeit des Hauptschuldners feststehen muss.
Im Rahmen einer langfristigen Baufinanzierung bestellt das
Kreditinstitut Sicherheiten in Form von Grundpfandrechten (Grundschulden), im Einzelfall können auch
Zusatzsicherheiten wie z.B. Bürgschaften von Dritten gefordert werden.
Die Sicherungshypothek ist eine streng akzessorische Hypothek, die unbedingt an ein Bestehen der Forderung geknüpft ist. Die Sicherungshypothek ist nicht verkehrsfähig und daher kein geeignetes Kreditsicherungsmittel. Praktische Bedeutung hat sie als Zwangshypothek, die ein Gläubiger (z.B. Handwerker) wegen einer titulierten Forderung gegen den Willen des Eigentümers ins
Grundbuch eintragen lassen kann.
Die Sicherungsvereinbarung stellt die Verbindung zwischen dem gewährten
Kredit und der
Grundschuld dar. Sie ist gewissermaßen die Sicherungsabrede zwischen Sicherungsgeber und der Bank. Es wird u. a. vereinbart, dass grundsätzlich alle Zahlungen nicht auf die Grundschuld, sondern auf die gesicherten Forderungen erfolgen.
Siehe Zweckbestimmungserklärung.
"Das Programm ""Solarstrom Erzeugen"" wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgelegt. Hiermit können Photovoltaik-Anlagen zur Gewinnung von Solarstrom günstig finanziert werden. Dieses Programm können Sie über uns beantragen."
Siehe Sollzinssatz
Zeitraum, in dem der
Sollzinssatz des Darlehens fest zwischen
Darlehensnehmer und
Darlehensgeber vereinbart ist. Kreditinstitute bieten unterschiedliche Sollzinsbindungszeiten. Üblich im Konsumentenkreditbereich sind 12,24,36,48,60 und 72 Monate und im Baufinanzierungsbereich 5, 8, 10, 12, 15 oder 20 Jahre. Längere oder kürzere Sollzinsbindungen sind im Einzelfall möglich.
Vor Inkrafttreten der Verbraucherkreditrichtlinie am 10.06.2010 wurde der Sollzinssatz auch als
Nominalzinssatz bezeichnet. Der Sollzinssatz ist der gebundene oder veränderliche periodische Prozentsatz, der pro Jahr auf das in Anspruch genommene
Darlehen angewendet wird.
Bestimmte Aufwendungen eines Steuerpflichtigen, die steuermindernd von den Einkünften abgesetzt werden dürfen (z. B. Kosten vor Bezug eines Eigenheims Vorkosten, Aufwendungen für die Altersvorsorge).
Alleineigentum an einer bestimmten Wohnung (Wohnungseigentum) oder an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen (Teileigentum).
Bei Mehrfamilienhäusern werden oftmals Sondernutzungsrechte für Teile des gemeinschaftlichen Eigentums vergeben. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Kfz-Stellplätze für bestimmte Wohnungseigentümer freigehalten werden. Auch werden für Gartenanteile und Kellerräume Sondernutzungsrechte vergeben.
Zusätzliche
Tilgung in einer Summe zur normalen
Tilgung (z.B. 1 %, 2 %). Bei
Darlehen mit vereinbarter
Zinsfestschreibung ist in der Regel eine Sondertilgung nicht möglich, es sei denn, dass schon bei Vertragsabschluß die Option einer Sondertilgung vereinbart wurde. Bei variabel verzinsten
Darlehen kann man meist unter Berücksichtigung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zusätzliche Tilgungen leisten. Bei Bausparkassen können jederzeit Sondertilgungen geleistet werden. Sondertilgungen können in der Regel auf den
Nominalbetrag oder auf den Effektivbetrag (= Restschuld) geleistet werden. Bei Zahlung auf den
Nominalbetrag verringert sich die Rate, bei Zahlung auf den Effektivbetrag verringert sich die
Laufzeit des Darlehens. Beispiel: Darlehenssumme bei Abschluss: EUR 100.000,00 =
Nominalbetrag Zinssatz: 6,00 %, Tilgung: 1 %, Annuität: EUR 7.000,00 = mtl. Rate: EUR 583,33 Darlehensrestschuld am 31.12.1999: EUR 80.000,00 = Effektivbetrag Sondertilgung von EUR 20.000,00 a) auf den
Nominalbetrag EUR 100.000,00 - EUR 20.000,00 = EUR 80.000,00 Annuität: EUR 80.000,00 x (6,00 % + 1 %) ./. 100 = EUR 5.600,00 = mtl. Rate: EUR 466,67 b) auf den Effektivbetrag Die Annuität wird weiterhin auf den
Nominalbetrag von EUR 100.000,00 gerechnet. Die
Laufzeit des Darlehens verringert sich aber, da die
Restschuld statt EUR 80.000,00 nur noch EUR 60.000,00 beträgt.
Zwischen
Darlehensnehmer und
Darlehensgeber vereinbarte Zahlungen zur
Tilgung des Darlehens, welche außerhalb der laufenden Raten zu erbringen sind. Der
Darlehensnehmer hat die Pflicht zur Leistung dieser Zahlung. Es besteht im Gegensatz zum
Sondertilgungsrecht kein Wahlrecht.
Im
Darlehensvertrag zu vereinbarendes Recht des Darlehensnehmer, unabhängig von der laufenden
Tilgung Rückzahlungen auf das
Darlehen zu leisten. Sondertilgungsrechte stellen stets ein einseitiges Optionsrecht (Wahlrecht) des Darlehensnehmers auf außerordentliche
Tilgung des Darlehens bzw. eines Teilbetrages dar. Fest vereinbarte Zahlungen, auch wenn diese außerhalb der laufenden
Tilgung erfolgen, stellen eine
Sondertilgungspflicht dar. Hier wird unter verkäuferischen Aspekten von einigen Darlehensgebern gern eine irreführende Verwendung des Begriffes Sondertilgungsrecht praktiziert.
Während der Sparphase eines Bausparvertrags kann der Bausparer monatlich gleich bleibende Beträge in seinen Vertrag einzahlen oder in unregelmäßigen Abständen größere Einzahlungen vornehmen. Auch kann er das gesamte Mindestguthaben mit einer Einmalzahlung einbringen.
Siehe Gewerbedarlehen.
Siehe Wohnungsbauförderung.
Immobilienanlagen, bei denen die konsequente Ausnutzung der vorhandenen steuerlichen Förderung von Immobilien im Vordergrund steht. Durch entsprechend ausgestaltete
Werbungskosten werden steuerliche Möglichkeiten erweitert. Beispiel: Bauherrenmodell.