Was ist ein KfW-Kredit?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine Förderbank. Dabei ist die KfW kein Kreditinstitut im klassischen Sinn, sondern eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die Kredite nur an Banken und nicht an Privatpersonen vergibt. Ursprünglich 1948 mit dem Zweck gegründet, den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg zu finanzieren, kümmert sich die KfW heute auch um Förderkredite für Immobilien. Ein zinsgeförderter Kredit der KfW kann nur über eine Bank bezogen werden. 

Die KfW ist mit einem Anteil von vier Fünftel im Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Mit einem Fünftel Anteil sind die Bundesländer beteiligt. Über geförderte Kredite (nicht nur für Baufinanzierung) ist die KfW somit ein Investionsförderungsinstrument des Staates. Da aktuell insbesondere Energieeinsparungen auf der Agenda der Bundesregierung stehen, werden energetische Maßnahmen im Besonderen gefördert. Aber es gibt auch das eine oder andere KfW-Programm, dass sich um Sanierung oder altersgerechte Baumaßnahmen kümmert. 

Geförderte KfW-Kredite für Immobilien

Die KfW bietet im Bereich Bauen, Wohnen, Energiesparen ein breites Spektrum an Programmen, deren Förderzwecke insbesondere die Schaffung von Wohneigentum sind. Energetische Gebäudesanierung, das Modernisieren von Wohnraum, die Errichtung von sparsamen Neubauten, die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien sowie Photovoltaikanlagen stehen dabei im Mittelpunkt. Bestimmte Kredite, wie das Förderprogramm 167 zur energieeffizienten Sanierung von Heizungsanlagen, können auch als Ergänzung zu sogenannten BAFA-Zuschüssen in Anspruch genommen werden.

In Zeiten eines besonders günstigen Zinssatzes stellt sich aber immer die Frage, ob ein KfW-Programm trotzdem noch Finanzierungskosten sparen kann. Grundsätzlich ist diese Frage mit ja zu beantworten. Aber die strengen energetischen Richtlinien, die mit einem KfW-Kredit verknüpft sind, können aber die Baukosten entsprechend nach oben treiben, so dass das Krediteinsparungspotential bisweilen von den erhöhten Baukosten wieder weggenommen wird. Deswegen ist genau zu rechnen. Wer aber über energetisch optimierte Immobilien nachdenkt, der ist mit dem passenden KfW-Programm gut beraten.

KfW-Programme für Neubauten

KfW-Programm 153: 
Energie-effizient Bauen (im Rahmen eines KfW-Effizienz-Hauses oder eines Passivhauses). Je höher dabei die Energieeffizienzklasse ist, umso mehr geförderten Immobilienkredit können Sie dann erhalten. 

KfW-Programm 270 und 274: 
Erneuerbare Energien. Wenn Sie die hohen Vorgaben für KfW-Effizienzhäuser nicht anpeilen, aber trotzdem z. B. mit Sonnenenergie Strom erzeugen wollen, dann ist dieses Förderprogramm maßgeschneidert für Sie.

KfW-Programm 124: Wohneigentum schaffen. Wenn Sie zudem im Neubau selbst wohnen möchten, kommt ist dieses KfW-Programm ebenfalls eine Überlegung wert. 

KfW-Programme für Bestandsimmobilien

KfW-Programm 151: 
Eigentum komplett energetisch sanieren. Hier sind die höchsten Fördermittel möglich. Sie müssen aber auch sicherstellen, dass nach Sanierung die KfW-Effizienzhaus-Vorgaben erfüllt werden.

KfW-Programm 152:
fördert energetische Einzelmaßnahmen im Wohneigentum wie z. B. Dämmmaßnahmen oder neue Fenster.

KfW-Programm 167: 
dient zur Umstellung Ihrer Heizanlage auf erneuerbare Energie.

KfW-Programm 159: 
ist für altersgerechte, barrierefreie Sanierung bzw. Umbau vorgesehen.

KfW-Programme sind als Einzel- oder als Kombikredite möglich

Natürlich sind diese Programme nicht nur miteinander, sondern auch mit einer „normalen” Baufinanzierung kombinierbar. Darüber hinaus finden sich noch andere Programme, die vielleicht für Sie Sinn machen könnten. Einen ersten Überblick können Sie sich auf der Webseite der KfW verschaffen: www.kfw.de

Einen KfW-Förderkredit müssen Sie aber über einen Baufinanzierungsvermittler oder eine Bank beantragen. Die KfW vergibt die Darlehen nicht direkt. Die maximale Höhe der geförderten Kredits ergibt sich aus dem entsprechend Programm: Für die Schaffung von Wohneigentum z. B. bis 50.000,-EUR; für eine energieeffiziente Baumaßnahme bis zu 100.000,-EUR. Es kann sich also lohnen, einen KfW-Kredit in Ihre Baufinanzierung miteinzubauen. Die Laufzeit eines KfW-Kredits ist auf maximal 10 Jahre beschränkt.

Wie man einen KfW-Kredit erhält und ob das für Ihren speziellen Fall auch Sinn macht, kann Ihnen ein versierter Baufinanzierungsberater:in nahebringen. Genauso wie z. B. die Frage zu klären ist, ob sich die erhöhten Baukosten für maximale Energieeffizienz unter Berücksichtigung der geförderten Kredite dann auch für Sie rechnen.

Unser Tipp:

Sie können sich bereits im Beratungsgespräch die aktuelle Kondition eines KfW-Kredits reservieren lassen. So haben Sie frühzeitige Planungs- bzw. Konditionssicherheit.

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